Meldesoftware
Eine Meldesoftware unterstützt die fachlichen Aufgaben des Öffentlichen Gesundheitsdienstes im Infektionsschutz. Dabei geht es nicht nur um die technische Erfassung von Daten, sondern auch um die Unterstützung von Arbeitsabläufen, Zusammenarbeit und Auswertung über mehrere Ebenen hinweg.
Eine Meldesoftware führt die folgenden Aufgaben aus:
Meldungen entgegennehmen und verarbeiten
Eine Meldesoftware kann eingehende Informationen aus unterschiedlichen Quellen verarbeiten, etwa von Laboren, Ärztinnen und Ärzten oder anderen meldepflichtigen Personen und Einrichtungen. Dazu gehört auch die strukturierte Übernahme elektronischer Meldungen sowie die Nachbearbeitung unvollständiger oder unklarer Angaben.
Betroffene Personen, Meldungen und Fälle dokumentieren
Eine Meldesoftware kann die im Meldewesen benötigten fachlichen Einheiten dokumentieren, etwa betroffene Personen, Meldungen, Fälle und weitere zugehörige Datensätze. Sie kann Beziehungen zwischen diesen Einheiten abbilden und Änderungen nachvollziehbar halten.
Kontaktpersonen und Ausbrüche verwalten
Eine Meldesoftware kann das Kontaktpersonenmanagement, Verknüpfungen zwischen Fällen und die Dokumentation von Ausbrüchen unterstützen. Damit lassen sich auch komplexere Übertragungsgeschehen strukturiert bearbeiten.
Daten prüfen und qualitätssichern
Eine Meldesoftware kann Daten plausibilisieren, prüfen, Dubletten erkennen, Korrekturen dokumentieren und die Qualitätssicherung unterstützen. Das ist wichtig, weil die Daten des Meldewesens auf mehreren Ebenen genutzt werden.
Zusammenarbeit zwischen ÖGD-Stellen unterstützen
Eine Meldesoftare soll Zuständigkeiten, Übergaben, Rückfragen und die Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsämtern, Landesbehörden und dem Robert Koch-Institut unterstützen. Sie hilft dabei, Informationen sicher und nachvollziehbar weiterzugeben.
Daten auswerten und berichten
Eine Meldesoftware kann Meldedaten nicht nur für die Einzelfallbearbeitung, sondern auch für statistische Auswertungen, Lagebilder, Berichte und weitere epidemiologische Analysen nutzbar machen. Dazu gehören Such-, Filter-, Analyse- und Exportmöglichkeiten.
Schnittstellen zu anderen Systemen bereitstellen
Eine Meldesoftware kann Schnittstellen zu weiteren Fachanwendungen, Registern, Verzeichnissen und technischen Diensten bereitstellen oder anbinden. Dazu gehören auch standardisierte Formate und klar dokumentierte Austauschprozesse.